40#ME

Erik Weisers Fotoserie „40#me“ bewegt sich zwischen der Darstellung von vierzig Alltagsszenarien und den düsteren Stimmungen des Künstlers, der scheinbar darum kämpft, sich durch sie zu navigieren. Als Rahmen dienen die 40 Instagram-Filter, die jedem Influencer und Social-Media-Nutzer bekannt sind. Über einen Zeitraum von 40 aufeinanderfolgenden Tagen nutzte Weiser alle 40 Filter an 40 verschiedenen Orten, während er 40 verschiedene improvisierte Kopfbedeckungen trug. Aber Weiser lacht und schmollt nicht, wie es für den aufstrebenden Online-Selbstpublizisten de rigueur ist. Man hat eher den Eindruck, dass es sich opfert, in dem er sich der digitalen Welt und der Kunst zur Verfügung stellt. Die sonst versteckte Schönheit und joie de vivre der gefundenen Objekte wurden trotz unserer Vorurteile angesichts ihrer bescheidenen Herkunft auf dem Kopf des Künstlers zum Leben erweckt, während er selbst zum tragikomischen Mannequin – oder Podest für die Skulptur – wird.